Darmsanierung nach Dr. Bach

Der Darm - Eckpfeiler der naturheilkundlichen Therapie

Einleitung

Der Darm eines Embryos ist komplett keimfrei und bekommt den ersten Kontakt mit Milchsäurebakterien während der Geburt durch den Weg durch den Geburtskanal.

Peu à peu baut sich dann innerhalb der nächsten Monaten und Jahren die Darmflora im kindlichen Organismus auf. In den ersten 12 Monaten reagiert der Darm sehr empfindlich auf Störungen.  

Da die Darmschleimhaut und die Flora 80 % unserer körpereigenen Abwehr darstellen, ist ein möglichst ungehindertes Wachstum der  physiologischen Bakterienstämme für ein gut funktionierendes Immunsystem von großer Bedeutung. Wichtig sind ebenfalls die antiallergischen und entzündungshemmenden Stoffe, die von der Darmschleimhaut gebildet werden.

Darmsanierung Bonn

Ursachen

Es gibt vielfältige Störfaktoren, die den Darm belasten können. An der Spitze steht die Gabe von Medikamenten wie Antibiotika, Kortison oder Zytostatika. Aber auch die Pille oder Hormone in den Wechseljahren tragen zur Vermehrung der Hefepilze bei, da das in diesen Medikamenten enthaltene Östrogen wie ein Dünger wirkt und Pilzinfektionen nach sich zieht.  

Eine Studie Ende der 90er Jahren vom amerikanischen Henry Ford Health System in Detroit konnte den Zusammenhang zwischen der Gabe von Breitbandantibiotika in den ersten sechs Monaten und allergischem Asthma deutlich machen. Das Resultat war eine 8,9 fach höhere Wahrscheinlichkeit bis zu ihrem 7. Lebensjahr an allergischem Asthma zu erkranken. Bei familiärer Disposition erhöhte sich das Risiko sogar auf das 11,5 fache. Die amerikanische Wissenschaftlerin Christine Johnson geht davon aus, dass diese Medikamente das sich entwickelnde Immunsystem beeinträchtigen und die Bakterienkulturen im Darm verändern. Die Untersuchungen zeigten, dass die Fähigkeit der Immunzellen im Darm zwischen schädlichen und harmlosen Stoffen zu unterscheiden deutlich abnahm.

Von Bedeutung sind auch die bakteriellen Darm-Infektionen, die eine deutliche Überbesiedlung des Darms mit Bakterienstämmen, die zu der so genannten „Fäulnisflora“ gehören, führen und dann entzündliche Prozesse auslösen können.

Als Weiteres führt Stress über das enterische Nervensystem dazu, dass die Peristaltik gehemmt wird. Verstopfungen, Gährungs- und Fäulnisprozesse sind die Folge. Diese Toxine werden dann in den Körper aufgenommen. Übersäuerung, Schwermetallvergiftungen, Operationen und Strahlentherapie verändern ebenfalls die Darmflora und Schleimhaut negativ.                

Folgen

Häufig treten bei Säuglingen bald nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Symptome in Form von Krämpfe, Blähungen, Durchfälle und Hautausschläge auf. Leider wird diesem Umstand seitens der Kinderärzte meist keine Bedeutung beigemessen und als Dreimonatskolik abgetan. Dabei verspricht eine genaue Diagnose und gezielte Behandlung oft eine schnelle und dauerhafte Beseitigung der Beschwerden.

Aber auch wenn die kindliche Entwicklung weitgehend unproblematisch verlief, kommt es bei vielen Menschen im Laufe des Lebens durch Infektionen und/oder Einnahme von Medikamenten, zu einem negativen Einfluss auf die Darmschleimhaut und die Darmflora.

Vielfältige Krankheitsbilder kommen auf, da der Körper es zum einen nicht mehr schafft, richtig zu entgiften und andererseits die wertvollen Stoffe aus der Nahrung nicht mehr aufzunehmen vermag.

Die Bandbreite der Krankheiten, die auf eine gestörte Darmflora zurückzuführen ist, sind vielfältig und werden oft erst einmal gar nicht damit in Zusammenhang gebracht.

Sophie F. Esters, Heilpraktiker Bonn